Die Ausstellung „Die Sprachen des Textilen“

Die Ausstellung spürte den Sprachen des Textilen nach und ergründete die unzähligen sinnbildlichen Einschreibungen und Implikationen, die Gewebtes, Gewirktes, Gestricktes sowie deren Produktion bieten. 

Ebenso wie die Sprache definieren stoffliche Produkte unsere Identität. Wir können uns mit beidem ausdrücken, unsere Herkunft und Präferenzen kommunizieren, mit ihnen Geschichten erzählen und grundlegende Ordnungen herstellen. Seit jeher dienten Textilien dazu, Gruppenzugehörigkeiten zu konstruieren und gemeinschaftliche Ideale auszudrücken. Bestimmte Kleidercodes, Verzierungen und Muster konnten Klassenunterschiede und regionale Eigenheiten verdeutlichen. In der heutigen globalen Welt sind historische Trachten jedoch zunehmend zum modischen Accessoire und zur touristischen Folklore geworden. Daher beabsichtigte die Werkschau auch der Frage nachgehen, ob gemeinschaftsstiftende Bekleidungen heutzutage überhaupt noch existieren.

Am Beispiel der Schwäbischen Alb illustrierten Werke von Nanna Aspholm-Flik, Walter Bruno Brix, Janusz Czech, Daniela Scheil, Reiner Schlecker und Andrea Tiebel-Quast unterschiedliche Aspekte des Textilen innerhalb eines konkreten Kulturraums. Für „inter!m – Räume“ waren die sechs Kunstschaffenden eingeladen, für jeweils einen Monat in Münsingen im inter!m – Raum zu identitätsbildenden Faktoren stofflicher Produkte auf der Alb zu recherchieren und intermediale Werke zu entwickeln, welche den Charakter und die Geschichte dieser Gegend widerspiegeln. 

Die daraus resultierende Ausstellung "Die Sprachen des Textilen" lief vom 23. Juli bis zum 08. Oktober 2017 im Museum Villa Rot, Schlossweg 2 in 88483 Burgrieden-Rot. Möchten Sie mehr zu unserem Kooperationspartner Museum Villa Rot erfahren? Bitte "hier" klicken.